Laut IWH-Insolvenztrend steigt Zahl der Firmenpleiten deutlich: Bonitätsprüfung in Krisenzeiten wichtiger denn je

02.11.2022

In den Medien überschlagen sich die Nachrichten: Explodierende Energiepreise bedrohen Privathaushalte, mittelständische Unternehmen und Industriebetriebe gleichermaßen. Speziell die Kosten für Gas und Öl treiben die Inflation in Deutschland auf ein Rekordniveau. Laut Statista stiegen im September die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 10 Prozentpunkte. Eine ebenfalls steigende Tendenz bei Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften zeigt eine aktuelle Analyse des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Mehr als ein Grund also, im Vorfeld einer neuen Geschäftsbeziehung das Ausfallrisiko durch eine Bonitätsprüfung zu minimieren.

Industrie warnt vor Pleitewelle

Im ersten Halbjahr hatten die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) 7113 beantragte Unternehmenspleiten gemeldet. Das waren 4,0 Prozentpunkte weniger als im ersten Halbjahr 2021. Allerdings haben jetzt - laut tagesschau.de - die Warnungen vor einer Pleitewelle wegen der explodierender Energiekosten deutlich zugenommen. Bereits im August waren es 25 Prozent mehr Fälle als im Vorjahresmonat. Wie der Industrieverband BDI mitteilt, sind die hohen Preise für 58 Prozent der Betriebe eine starke Herausforderung, für 34 Prozent geht es um die Existenz.

Auch Steffen Müller, Leiter der IWH-Abteilung Strukturwandel und Produktivität ist sicher, dass „die Zahl der Insolvenzen in den nächsten Monaten weiter spürbar ansteigen wird. Verantwortlich dafür sind neben der sich stark eintrübenden konjunkturellen Lage in erster Linie stark steigende Preise bei wichtigen Produktionsfaktoren. Neben den Kosten für Energie steigen auch Löhne und Kreditzinsen.“ Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland liegt laut IWH-Insolvenztrend im September bei 762. Das sind 34 Prozent mehr als im September 2021 und auch mehr als zuletzt erwartet.

„In Krisenzeiten sind Bonitätsprüfungen noch wichtiger denn je!“

unterstreicht First Debit-Geschäftsführer Tobias Domnowski und führt weiter aus: „Gerade in dieser kaum überschaubaren Situation sollte man alle Möglichkeiten nutzen, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu minimieren. Präventiv gehört eine rechtzeitige Bonitätsprüfung ganz sicher dazu. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, dem Kunden alternative Zahlarten anzubieten, eine verbindliche Ratenzahlung zu vereinbaren oder direkt auf Vorkasse zu bestehen. Es macht aber absolut keinen Sinn, offene Forderungen liegen zu lassen und auf bessere Zeiten zu hoffen. Tobias Domnowski hat aber noch weitere wichtige Tipps: „Ich empfehle dringend allen Unternehmen, Leistungen aus diesem Jahr jetzt abzurechnen, falls das noch nicht geschehen ist. Und unbedingt die Verjährungsfristen bei den offenen Rechnungen aus den letzten Jahren beachten. Wenn längst überfällige Forderungen aus Vorjahren die Liquidität bedrohen, sollte man sich vor dem Jahresende von einem Dienstleister wie First Debit unterstützen lassen.“

B2B-Bonitätsdaten in Sekundenschnelle einsehbar

First Debit bietet Zugriff auf alle führenden Auskunfteien in Deutschland, darüber hinaus auch den Zugang zu internationalen Anbietern. So sind in Sekundenschnelle die Bonitätsdaten von Firmen direkt auf dem Bildschirm oder über eine detaillierte Recherche einsehbar. Der Zugriff auf diese Informationen erfolgt über ein einzigartiges Onlineportal per Dialogabfrage, über eine API-Schnittstelle oder im direkten Dateiaustausch. Individuelle Anpassungen an die technischen Anforderungen der Mandanten gehören ebenfalls zum First Debit-Portfolio.

Der Kombi-Check sorgt bei Privatpersonen für maximale Sicherheit

In Deutschland liefert der First Debit KombiCheck die Daten von bis zu vier Auskunfteien mit eigenen Datenquellen: Experian, CRIF, Boniversum und SCHUFA. Ein besonderes Feature im Bereich der Firmenauskünfte ist das Monitoring. Hierbei werden über ein Jahr lang alle Veränderungen zur Bonität des angefragten Unternehmens automatisch per E-Mail gemeldet, um bei Dauerschuldverhältnissen oder längeren Lieferbeziehungen immer auf dem aktuellen Stand zu sein.