Ein negatives Beispiel, wie man mit einer Krise nicht umgehen sollte, zeigt ein aktuelles Rundschreiben an Inkassounternehmen und Anwälte der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung e. V.  (BAG-SB). Lesen Sie hier unsere Meinung zum Umgang mit Schuldnern während der Corona-Zeit.

Darin fordern in einem kurzen Statement die Schuldnerberatungen, gänzlich:

  • Mahnläufe zu reduzieren,
  • Vollstreckungsmaßnahmen sogar auszusetzen,
  • bei Ratenzahlungen auf Gebühren zu verzichten und
  • großzügige Stundungen ohne Zinsberechnung anzubieten.

Anschließend fordert das Schreiben uns dazu auf, den Schuldnern eine reelle Chance zu geben, ihre Schuldensituation zu bewältigen. In der äußerst gelungenen Entgegnung unseres Bundesverbandes Deutscher Inkassounternehmen (BDIU) wird passend festgestellt, dass genau das schon immer unsere Aufgabe war, ist und sein wird.

Wir vermitteln zwischen Auftraggeber und Schuldner. Dabei nehmen wir selbstverständlich Rücksicht auf die persönliche Situation des Schuldners (uns ist dabei egal, ob diese durch Scheidung, Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Corona verursacht wurde) aber eben auch die Situation unseres Auftraggebers und die zugrundeliegende Zahlungsverpflichtung. Denn unser Auftrag und damit auch unsere größte Motivation ist die Zufriedenheit unserer Kunden! 

Was die BAG-SB völlig vergisst: Die Situation ist nicht nur für Schuldner schwierig und herausfordernd. Sondern auch für die Gläubiger, deren Mitarbeiter und deren Familien!

Wir sollten in einer Krise gemeinsam nach Lösungen suchen und diese nicht für plakative politische Statements nutzen. Inkasso heißt Verantwortung – nicht erst seit März 2020!

Stellungnahme des BDIU: Verantwortungsvolles Inkasso während der COVID-19-Krise